Gedanken zur Vorweihnachtszeit

Guten Morgen ihr Lieben!

Einmal nicht aufgepasst und schon liegt der erste Advent bereits hinter uns! Das erste Licht brennt bereits und das zweite lässt auch nicht mehr lange auf sich warten. Da wird sich der ein oder andere von uns fragen: Vergeht die Zeit nicht zu schnell? Oder ist die Zeit einfach nur ungerecht verteilt?
Zeit ist relativ, sie vergeht nur so schnell oder langsam wie wir sie mit Terminen ausfüllen.
Ich bemerke das immer ganz stark, während ich auf Arbeit bin. Ist wenig zu tun, kommt schnell Langeweile auf und ich muss viel daran denken, was ich Zuhause in dieser “verlorenen Zeit” alles erledigen könnte. Habe ich gut zu tun, vergeht die Zeit schnell, lässt aber auch noch Raum für ein paar nette Gespräche und die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Das sind die Sternstunden, die es festzuhalten gilt.
Dann gibt es aber auch genug Tage, die geprägt sind von Stress und Zeitmangel. Und wenn ich dann nach Hause komme, möchte ich am liebsten nur noch ins Bett. Viele von euch kennen dieses Gefühl sicher: zu wenig Zeit.
Gerade in der Vorweihnachtszeit ist dieser Gedanke überall spürbar. Die Menschen drängen in die Städte um im größten Stress und Zeitdruck Geschenke für ihre Lieben zu kaufen. Aber in ihren Gesichtern steht nicht die Vorfreude auf Weihnachten oder auf das glückliche Funkeln in den Augen des Beschenkten. In ihren Gesichtern zeichnet sich Stress ab. Schnell Geschenke kaufen, dann sich den Gaumen am viel zu heißen Glühwein verbrennen, schnell noch eben eine Bratwurst runterwürgen und dann ab nach Hause um das Haus für die Feiertage zu schmücken. Alles unter Zeitdruck, denn man muss ja fertig werden.
Ich habe mich dieses Jahr gegen all diesen Stress entschieden und nehme mir Zeit. Ich nehme mir Zeit, um in aller Ruhe über den Weihnachtsmarkt zu schlendern und die Atmosphäre dort in mich aufzusaugen wie ein Schwamm: Tausende Lichter, der Geruch von weihnachtlichen Gewürzen, Glühwein, Bratwurst und gebrannten Mandeln, wunderschöne handgemachte Kostbarkeiten und der Moment, wo man durchgefroren einen Laden betritt und die Brille wieder einmal beschlägt. Ich nehme mir Zeit, ganz genau darüber nachzudenken, worüber sich meine Liebsten am meisten freuen würden. Dafür bleibt dann einfach mal das ein oder andere weniger wichtige liegen. Aber am Ende des Jahres sind diese Momente des Innehaltens höchst wahrscheinlich die schönsten.

In diesem Sinne, genießt die Tage vor Weihnachten!
Eure Stephanie

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